Sonntag, 31. August 2008

Was wird beim Go-Spiel gefördert?

Das Go-Spiel unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Brettspielen durch seine unermesslichen Möglichkeiten, seinen Variantenreichtum.
Um zum Erfolg zu kommen, ist eine weitsichtige Planung und Vorausberechnung nötig. Gute Spieler "sehen" und berechnen viele Züge mit Varianten voraus. Dabei darf der Spieler nicht nur stur seinen eigenen Plan verfolgen, sondern muss sich auch in die Gedankenwelt seines Gegners versetzen können, der ja schließlich auch einen Plan verwirklichen will.
Dieses Wechselspiel erfordert ein gutes logisches Denkvermögen. Wo diese Eigenschaft als natürliche Begabung fehlt, kann sie bis zu einem gewissen Grad angelernt und angeeignet werden.
Aus vielen Erfahrungen an Schulklassen und Erfahrungen, die mit Jugend-Go-Gruppen auch außerhalb des Schul-Go-Unterrichts gemacht worden sind, haben sich die nachfolgend aufgeführten Punkte herauskristallisiert:
1. Förderung des Aufnahmevermögens: Das komplizierte Zusammenwirken der einzelnen Elemente beim Go-Spiel ist hilfreich.
2. Förderung der Auffassungsaufgabe.
3. Unterstützung und Einklang mit den Erziehungszielen.
4. Förderung des spielerischen Elements: Kleinere Brettgrössen sorgen schon von Beginn an dafür, dass gespielt werden kann
5. Anwesenheit von ständigen Spielpartnern
6. Messen und Vergleich mit der Spielstärke anderer
. Sogar mit Erwachsenen kann sich ein Kind schon nach kurzer Zeit auf sachlichem Gebiet messen. Das Spielen kann das Freizeitverhalten in der Familie stark positiv beeinflussen.
7. Rückschlüsse auf Charaktereigenschaften.
8. Teilziele können angestrebt werden.
Man kann nur Teilziele ins Auge fassen und für Kinder unterschiedlich gewichten. Der Gewinn der Partie kann erst später im Vordergrund stehen. Man wird zu Beginn eher Wert auf den Verlauf und das Ende der Partie legen.
9. Synthese zwischen Lernen und Spiel. Das Go-Spiel kann zielgerichtet für die Vorbereitung auf die Schule dienen.
10. Gegenseitige Unterstützung. Kinder helfen sich gegenseitig beim Lernen und Erkennen neuer Lernschritte.
11. Persönlichkeitsbildung. Go entwickelt, fördert und wiederspiegelt Persönlichkeitseigenschaften.
12. Mittel für die Entwicklung von Fähigkeiten. Go kann als Mittel für die Entwicklung strategisch taktischer Fähigkeiten und deren Festigung eingesetzt werden.
13. Fächerübergreifend und leistungssteigernd. Go kann sich auf andere Fächer leistungssteigernd auswirken.
14. Förderung des Sozialverhaltens.
15. Förderung der Integration. Neue Kinder an der Schule oder in der Klasse finden spielerisch Kontakt zu ihren Mitschülern.

Go in der PädaGOgik

Ich möchte hier einmal zusammenfassen , was über Go in der Pädagogik bereits gesagt worden ist.
Grundsätzlich kann gesagt werden , dass man mit Kindern geistige und ethische Werte trainieren kann, die auf keine Art so spielerisch spannend und undoktrinär vermittelt werden können, wie beim Go. Einige Aspekte habe ich hier einmal gesammelt. Mögen sie denen eine Hilfe sein, die vorhaben, eine Go-AG an ihrer Schule oder ihrer Jugendeinrichtungen zu starten.
Konzentration: Ein Spiel kann 20 bis 60 Minuten dauern.
Logik: Den folgerichtigen Ablauf über mehrere Züge voraus erkennen.
Kreativität: Das Konzept des Gegners durch unerwartete Spielzüge durchbrechen.
Kombinatorik: Den Einfluss aller Einzelstellungen auf dem Brett abschätzen und in Verbindung miteinander setzen.
Optimierung: Mehrere Alternativ-Kombinationen gegeneinander gewichten.
Fairness: Unterschiedliche Spielstärken werden durch Vorgaben ausgeglichen.
Sozialverhalten: Gewinnen auch durch kleinen Vorteil, nicht durch totale Vernichtung des Gegners (wie etwa beim Schach)
Erfolgserleben: 50 % Erfolgs-Chance durch Vorgabe-Ausgleich.

Das Spiel übt einen positiven Einfluss auf die Kinder aus, sie lernen sich zu konzentrieren, vorausschauend und vernetzt zu denken und üben einen respektvollen Umgang miteinander.
Bei Turnieren lernen sich die Kinder aus verschiedenen Projekten kennen und gewinnen durch die gemeinsame Begeisterung viele Freunde.
Durch die dem Spiel immanente Philosophie lernen sie, sich geistig mit sich selbst und dem Spielpartner auseinander zusetzen. Das auf ein Gleichgewicht der Kräfte angelegte Spiel erfordert z. B. anders als beim Schach, ein ständiges Geben und Nehmen. Wenn man etwas erreichen will, gilt es, sich mit dem Mitspieler zu arrangieren, d.h. die Bedürfnisse des Anderen müssen berücksichtigt, Kompromisse müssen gefunden werden, da es keinen Sieg mit einem Riesenvorsprung gibt. Wer zuviel will, wird am Ende mit leeren Händen dastehen.
Das Go-Spiel ist ein ruhiges Spiel, das zum selbstständigen Nachdenken anregt, ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, deren Konsequenzen den weiteren Verlauf des Spiels weitreichend beeinflussen. Gleichzeitig ist das Spiel ein Medium, das über Grenzen und Alter hinweg verbindet und ein Leben lang Freude bereitet und Freundschaften knüpft.

Montag, 25. August 2008

Eröffunugsartikel

Hallo alle liebe Freunde, Bekannten oder Unbekannten,

Zusammen mit Euch nach Taiwan zu reisen ist immer ein Wunsch für mich, weil Taiwan eigentlich so spannend ist, aber leider in Europa ist das Land "Formosa" nicht bekannt.
Aus diesem Aspekt wurde diesen Blog gegründet, um Taiwan und unsere Reisetermine vorzustellen.
Aber natürlich, hier kannst du ja auch Informationen über das Go- Spiel (aus Taiwan) erhalten, und bisschen Chinesisch lernen.

viele Spaß!