Sonntag, 31. August 2008

Go in der PädaGOgik

Ich möchte hier einmal zusammenfassen , was über Go in der Pädagogik bereits gesagt worden ist.
Grundsätzlich kann gesagt werden , dass man mit Kindern geistige und ethische Werte trainieren kann, die auf keine Art so spielerisch spannend und undoktrinär vermittelt werden können, wie beim Go. Einige Aspekte habe ich hier einmal gesammelt. Mögen sie denen eine Hilfe sein, die vorhaben, eine Go-AG an ihrer Schule oder ihrer Jugendeinrichtungen zu starten.
Konzentration: Ein Spiel kann 20 bis 60 Minuten dauern.
Logik: Den folgerichtigen Ablauf über mehrere Züge voraus erkennen.
Kreativität: Das Konzept des Gegners durch unerwartete Spielzüge durchbrechen.
Kombinatorik: Den Einfluss aller Einzelstellungen auf dem Brett abschätzen und in Verbindung miteinander setzen.
Optimierung: Mehrere Alternativ-Kombinationen gegeneinander gewichten.
Fairness: Unterschiedliche Spielstärken werden durch Vorgaben ausgeglichen.
Sozialverhalten: Gewinnen auch durch kleinen Vorteil, nicht durch totale Vernichtung des Gegners (wie etwa beim Schach)
Erfolgserleben: 50 % Erfolgs-Chance durch Vorgabe-Ausgleich.

Das Spiel übt einen positiven Einfluss auf die Kinder aus, sie lernen sich zu konzentrieren, vorausschauend und vernetzt zu denken und üben einen respektvollen Umgang miteinander.
Bei Turnieren lernen sich die Kinder aus verschiedenen Projekten kennen und gewinnen durch die gemeinsame Begeisterung viele Freunde.
Durch die dem Spiel immanente Philosophie lernen sie, sich geistig mit sich selbst und dem Spielpartner auseinander zusetzen. Das auf ein Gleichgewicht der Kräfte angelegte Spiel erfordert z. B. anders als beim Schach, ein ständiges Geben und Nehmen. Wenn man etwas erreichen will, gilt es, sich mit dem Mitspieler zu arrangieren, d.h. die Bedürfnisse des Anderen müssen berücksichtigt, Kompromisse müssen gefunden werden, da es keinen Sieg mit einem Riesenvorsprung gibt. Wer zuviel will, wird am Ende mit leeren Händen dastehen.
Das Go-Spiel ist ein ruhiges Spiel, das zum selbstständigen Nachdenken anregt, ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, deren Konsequenzen den weiteren Verlauf des Spiels weitreichend beeinflussen. Gleichzeitig ist das Spiel ein Medium, das über Grenzen und Alter hinweg verbindet und ein Leben lang Freude bereitet und Freundschaften knüpft.

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